Was sind Einphasenpillen?

Als Einphasenpille bezeichnet man dabei Pillen, bei denen alle Tabletten die gleiche Hormonzusammensetzung vorweisen.
Bei den mehrphasigen Pillen verändern sich hingegen die Hormone je nach Einnahmewoche.

Zu den Vorteilen der Einphasenpillen zählen der hohe Schutz vor einer Schwangerschaft und die einfache Einnahme. Normalerweise werden einphasige Antibabypillen 21 Tage hintereinander eingenommen, worauf dann eine Pillen-Pause folgt. Zwingend notwendig ist die Pillenpause allerdings nicht. Einphasenpillen können auch durchgenommen werden.

Diese Art der Antibabypillen eignet sich aber auch für einen Langzeitzyklus. Sie können die Einphasenpräparate also durchnehmen, um Ihre Periode zu verschieben.

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TatianaMara | shutterstock.com

Wie unterscheiden sich Einphasenpillen

Die einphasigen, wie auch die mehrphasigen Antibabypillen gehören zu den Kombinationspräparaten. Das bedeutet, dass diese beiden Sorten von Pillen sowohl ein Estrogen als auch ein Gestagen als Wirkstoff enthalten. Dem gegenüber stehen die sogenannten Minipillen, welche nur ein Gestagen verwenden.

Die meisten kombinierten Pillen weisen ein etwas höheren Schwangerschaftsschutz auf als die herkömmlichen Minipillen. Dafür fällt aber das Risiko für Nebenwirkungen bei den Minipillen ein wenig geringer aus.

Allerdings enthalten die Kombinationspräparate mittlerweile eine deutlich geringe Menge an Östrogenen als früher. Dadurch ist auch das Risiko für Nebenwirkungen signifikant gesunken.

Liegt die Östrogen-Menge einer Antibabypille bei 50 Mikrogramm pro Dragee oder weniger, so spricht man auch von einer Mikropille. Da heutzutage ein Östrogengehalt von maximal 40 Mikrogramm üblich ist, können die beiden Begriffe Mikropille und Kombinationspille jedoch synonym genutzt werden.

Bei Mehrphasenpillen (Zweiphasenpille, Dreiphasenpräparate etc.) besitzen die Tabletten einer Packung unterschiedliche Hormone und Hormondosen.

So enthalten etwa die sieben ersten Tabletten von einem Zweiphasenpräparat nur ein Östrogen und die restlichen 14 eine Kombination aus einem Östrogen und einem Gestagen. Im Gegensatz dazu enthalten alle Tabletten einer Packung von Einphasenpillen exakt die gleiche Wirkstoffzusammensetzung.

Vorteile und Nachteile

Einphasenpillen sind sehr einfach in ihrer Einnahme, weshalb auch das Risiko für Einnahmefehler geringer ausfällt.

Bei dieser Art der Pille ist es unter anderem möglich, eine vergessene Tablette noch einige Stunden später einzunehmen, ohne das die schwangerschaftsverhütende Wirkung beeinträchtigt wird. Bis zu 12 Stunden ist eine Abweichung nicht weiter relevant für die Sicherheit der Wirkung. 

Außerdem ist es hierbei egal, welche Pille an welchem Tag eingenommen wird.

Im Gegensatz dazu müssen Mehrphasenpillen aufgrund der unterschiedlichen Hormondosen immer exakt nach Angaben eingenommen werden. Somit gehören die einfache Einnahme und die damit zusammenhängende geringe Fehlerquote zu den wichtigsten Vorteilen von Einphasenpräparaten.

Dafür ahmen Zweiphasenpillen, Dreiphasenpräparate und Vierphasenpillen den weiblichen Zyklus naturgetreuer nach.

Risiken & Nebenwirkungen von Einphasenpillen

Wie bei allen Antibabypillen, so kann es auch bei Einphasenpillen zu Nebenwirkungen kommen. Bei Kombinationspräparaten, also Antibabypillen, die auch ein Östrogen enthalten, ist vor allem das erhöhte Thromboserisiko zu nennen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Einphasenpillen zählen zum Beispiel Spannungsgefühle in den Brüsten, Kopfschmerzen und Zwischenblutungen.

Einige Anwenderinnen berichten auch über eine leichte Übelkeit und eine abgeschwächte Libido. Solche Beschwerden sind aber meistens nur vorübergehend und legen sich wieder, sobald der Körper sich an die Hormonumstellung gewöhnt hat.

Darüber hinaus kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Diese Art der Antibabypille eignet sich außerdem nicht während der Stillzeit. Lesen Sie sich daher die Packungsbeilage gründlich durch, bevor Sie ein Einphasenpräparat kaufen.

einphasenpillen
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Wirkung, Anwendung und Einnahme

Eine Packung einer Einphasenpille enthält in der Regel 21 Tabletten. Dementsprechend wird auch über einen Zeitraum von 21 Tagen täglich eine Tablette eingenommen. 

Nach den drei Wochen Einnahme folgt normalerweise eine siebentägige Einnahmepause. Hierbei kommt es meistens zu einer sogenannten Abbruchblutung, also einer Blutung, die der Periode ähnelt. Fangen Sie am achten Tag bzw. am ersten Tag nach der einwöchigen Pause mit einem neuen Blisterstreifen der Mikropille fort. Sie sollten die Einnahme auch dann fortsetzen, wenn die Blutung weiterhin anhält.

Oftmals sind die einzelnen Tabletten der Kombinationspillen mit einem Wochentag gekennzeichnet. Dadurch können Sie sich immer vergewissern, ob Sie die Pille an einem Tag bereits eingenommen haben oder nicht. Entnehmen Sie dafür am ersten Tag der Anwendung eine Tablette mit der entsprechenden Kennzeichnung: also z. B. „Mo“ für Montag. Anschließend können Sie immer die in Pfeilrichtung nächste Pille verwenden.

Kann ich die Einphasenpille durchnehmen?

Ja, Einphasenpillen, die niedrig dosiert sind, eignen sich für den sogenannten Langzeitzyklus.

Da so gut wie alle Kombinationspillen mittlerweile niedrig dosiert sind, können Sie theoretisch auch fast alle Einphasenpräparate durchnehmen. Dadurch können Sie die Abbruchblutung vermeiden und unangenehme Begleiterscheinungen bleiben aus.

Einphasige Mikropillen, die sich für den Langzeitzyklus eignen, sind zum Beispiel die Maxim, die Yasmin oder die Valette.

Auch um die Monatsblutung nur zu verschieben, können Sie einfach die Einnahmepause auslassen und stattdessen direkt mit einer neuen Packung beginnen. 

Wie sicher sind Einphasenpillen?

Der sogenannte Pearl-Index von einphasigen Mikropillen liegt bei 0,1 bis 0,9.

Das bedeutet, dass von 1000 Anwenderinnen, die ein Einphasenpräparat nutzen, etwa eine bis neun dennoch schwanger werden.

Die hohen Schwankungen sind dabei auf womöglich Einnahmefehler zurückzuführen. Verglichen dazu liegt der Pearl-Index von herkömmlichen Minipillen bei 4,1. Einphasenpillen bieten also, bei korrekter Anwendung, einen sehr hohen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Liste: Einphasenpillen

Es gibt viele verschiedene Einphasenpräparate, die jeweils andere Hormone miteinander kombinieren. Als Östrogen wird dabei fast immer Ethinylestradiol verwendet. Hierbei handelt es sich um ein Schwangerschaftshormon, das dem körpereigenem Estradiol sehr ähnelt. Die gängigsten Gestagene von Einphasenpillen sind Levonorgestrel und Norethisteron.

Ethinylestradiol + Chlormadinon

  • Belara
  • Bellissima
  • Chariva
  • Chloee
  • Enriqa
  • Madinette
  • Minette
  • Mona-Hexal
  • Solera
  • Pink Luna
  • Angiletta
  • Beatrice
  • Bilmon
  • Bonita
  • Eufem
  • Helen
  • Ladonna
  • Lisette
  • Madinance
  • Verana

Ethinylestradiol + Desogestrel

  • Cedia
  • Desmin
  • Lamuna
  • Mercilon
  • Belinda
  • Desofemine
  • Famina
  • Gabrielle
  • Juliane
  • Lovelle
  • Munalea
  • Marvelon
  • Previva
  • Desoren

Ethinylestradiol + Dienogest

  • Maxim
  • Amelie
  • Aristelle
  • Bonadea
  • Dienogenance
  • Ladonna
  • Laviola
  • Mayra
  • Stella
  • Susette
  • Dienovel
  • Sibilla
  • Starletta
  • Valette
  • Velafee

Ethinylestradiol + Drospirenon

  • Aida
  • Aliane
  • Daylette
  • Eloine
  • Maitalon
  • Petibelle
  • Yara
  • Yasmin
  • Yaz
  • Yiznell

Ethinylestradiol + Levonorgestrel

  • Asumate
  • Evaluna
  • Cleogyn
  • Erlidona
  • Femikadin
  • Illina
  • Leios
  • Leona-Hexal
  • Levomin
  • Liana
  • Levina Stada 20
  • Microgynon
  • Minisiston
  • Maexeni
  • Miranova
  • Swingo
  • Stediril

Ethinylestradiol + Norethisteron

  • Eve 20
  • Coneplan M

Minipillen mit Desogestrel

  • Cerazette
  • Damara
  • Desogestrel Aristo
  • Dsirett
  • Feanolla
  • Jubrele
  • Yvette

Ethinylestradiol + Estradiol

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Julia Lazebnaya | shutterstock.com

Einphasenpillen online bestellen

Viele der bekannten Einphasenpillen lassen sich auch über das Internet bestellen. Damit ist kein vorheriges Rezept vom Frauenarzt notwendig. Das benötigte Rezept kann über das Internet ausgetsellt werden. 

Vorteile über das Internet:
Autor: Daniela Reitberger
Autor: Daniela Reitberger

Freie Medizinjournalistin. Publiziert seit 2015 wissenschaftlich geprüfte Artikel.

Übersicht:
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    Verwendete Literatur & Quellenangaben:

    1. Welche Antibabypillen gibt es? | Die Techniker

    Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr. Dieser Artikel wurde nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen verfasst. Wir sind bemüht, alle Informationen auf Richtigkeit und Aktualität zu überprüfen. Unsere Inhalte können keine ärztliche Beratung ersetzen. Wir raten von Selbstdiagnosen ab und empfehlen bei gesundheitlichen Problemen stets professionelle ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Adressen sind hier zu finden.

    Datum & Autor:

    daniela-reitberger
    Daniela Reitberger – Medizinjournalistin
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