Was ist der Unterschied zwischen der Mikropille und der Minipille?

Frage:
Minipille & Mikropille – Was ist der Unterschied?
Antwort:
Mikropille ist die Bezeichnung für niedrig dosierte Kombinationspillen, also Antibabypillen, welche als Wirkstoffe ein Gestagen mit einem Östrogen kombinieren.

Minipillen enthalten hingegen lediglich ein Gestagen als Wirkstoff. Aus diesem Grund wird die Minipille auch als Gestagenpille bezeichnet.

Minipille (Gestagenpille) & Mikropille (Kombipille) – Die Unterschiede

Wie bereits einleitend erwähnt, enthält die Minipille nur ein Gestagen, während die Kombipille zusätzlich noch ein Östrogen enthält.

Aus diesem Grund ist einerseits die Wirkung etwas unterschiedlich, andererseits erfolgt auch die Einnahme auf andere Weise.

Vorteile & Nachteile der Minipille & Mikropille im Überblick

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Was ist der Unterschied zwischen der Mikropille und der Minipille?

  • Die Minipille eignet sich auch für Frauen, die keine Östrogene vertragen oder diese aus bestimmten Gründen nicht einnehmen dürfen
  • Dies ist z. B. während der Stillzeit der Fall. Minipillen beeinflussen weder die Menge noch die Zusammensetzung und Qualität der Muttermilch. Daher können sie auch von stillenden Frauen eingenommen werden. Aus genanntem Grund wird die Minipille auch gerne als Stillpille bezeichnet.
  • Minipillen führen meistens zu weniger Nebenwirkungen als Mikropillen.
  • Auch die gesundheitlichen Risiken fallen bei der Minipille geringer aus, als bei den Kombi-Pillen.
  • Minipillen mit Levonorgestrel als Wirkstoff, bedürfen einer sehr großen Disziplin. Die schwangerschaftsverhütende Wirkung kann bereits dann beeinträchtigt sein, wenn die Pille nur wenige Stunden zu spät eingenommen wird. Dies ist bei Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel jedoch nicht der Fall.
  • Bestimmte Mikropillen können sich im Gegensatz zu den Minipillen positiv auf hormonell bedingte Probleme wie Akne auswirken. Minipillen können die Akne sogar in einigen Fällen verschlimmern.

Die Einnahme der Kombi-Pille und Minipille im Vergleich

Die Kombinationspille bzw. Mikropille wird zumeist über einen Zeitraum von 21 Tagen täglich eingenommen, worauf dann eine siebentägige Einnahmepause folgt.

  • Die Minipille wird im Gegensatz dazu jeden Tag, also durchgehend und ohne Pause eingenommen.

Dies führt auch dazu, dass es bei der Mikropille meistens während der Einnahmepause zu einer regelmäßigen Monatsblutung kommt, während diese bei der Minipille ausbleibt.

Einige Anwenderinnen der Minipille klagen jedoch über lange Zwischenblutungen oder andere Zyklusstörungen. Dies ist vor allem bei Minipillen mit dem Gestagen Desorgestrel der Fall.

Andere Frauen schätzen die Minipille, da bei ihnen die Blutung komplett ausbleibt.

Wirkungsweise und Sicherheit der beiden Antibabypillen

Was ist der Unterschied zwischen der Mikropille und der Minipille bei der Wirkungsweise?

Durch die Einnahme von Gestagenen wird die Bildung von bestimmten Hormonen im Gehirn verhindert. Dadurch kommt es zu verschiedenen Mechanismen, welche Frauen vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen.

Da sowohl die Minipillen als auch die Kombi-Pillen Gestagene enthalten, werden nachfolgende Mechanismen durch die Einnahme beider Pillen-Arten ausgelöst.

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Was ist der Unterschied zwischen der Mikropille und der Minipille?

Unter anderem wird das Sekret des Gebärmutterhalses (Zervixschleim) verändert, was das Eindringen der Spermien erschwert. Auch die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut wird verändert, was wiederum das Einnisten eines Eis verhindert. Darüber hinaus wird auch der Eisprung gehemmt.

Bei Mikropillen, welche zusätzlich noch ein Östrogen enthalten, wird darüber hinaus auch noch die Eireifung (Follikelreifung) gehemmt. Aus diesem Grund sind Mikropillen bzw. Kombinationspillen oft auch ein wenig sicherer als die Minipillen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen.

Viele Minipillen enthalten das Gestagen Levonorgestrel. Diese Antibabypillen verhindern die Reifung der Eifollikel nicht. Mittlerweile gibt es jedoch auch Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel, welche höher dosiert werden können und dadurch ebenfalls diw Follikelreifung hemmen.

Die Sicherheit und der Pearl-Index

pearl index

Was ist der Unterschied zwischen der Mikropille und der Minipille in Bezug auf die Sicherheit?

Welche Pille ist sicherer – die Minipille oder die Mikropille?

  • Kombinationspillen bzw. Mikropillen haben einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,9.
  • Minipillen haben einen Pearl-Index von 0,5 bis 3

Das bedeutet, dass von 1000 Frauen, die mit der Mikropille verhüten 1 bis 9 dennoch schwanger werden. Bei der Minipille sind es 5 bis 30 von 1000 Frauen. Die Unterschiede im minimalen und maximalen Pearl-Index sind auf mögliche Einnahmefehler zurückzuführen.

Eigentlich sind beide Pillen Arten ähnlich sicher, allerdings kann es bei der Minipille häufiger zu Einnahmefehler kommen, sodass der maximale Pearl-Index hierbei höher ausfällt.

Das liegt daran, dass die Mikropillen bei einem Vergessen der Pille meistens ein größeres Zeitfenster zum Nachnehmen erlauben, als die Minipillen. Dies ist jedoch nur bei Minipillen mit dem Wirkstoff Levonorgestrel der Fall.

Bei Minipillen mit Levonorgestrel kann der Schwangerschaftsschutz schon dann beeinträchtigt sein, wenn Sie die Pille nur wenige Stunden zu spät einnehmen.

Bei Mikropillen und Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel können Sie die vergessene Pille hingegen innerhalb von 12 Stunden nachnehmen, ohne eine Beeinträchtigung der Wirkung zu befürchten.

Wo erhalte ich die Mikropille oder Minipille?

Mikropillen und Minipillen sind verschreibungspflichtig. Haben Sie ein gültiges Rezept, können Sie die Mikropille und die Minipille in jeder örtlichen Apotheke sowie bei Versandapotheken erhalten.

Möchten Sie die Antibabypille über das Internet bestellen, ist es einerseits möglich, ein bereits vorhandenes Rezept an die Versandapotheke zu senden. Sobald das Rezept dort eintrifft, wird Ihnen die Minipille bzw. Mikropille zugesandt. Dies kann jedoch ein paar Werktage in Anspruch nehmen.

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Haben Sie noch kein Rezept, können Sie dies auf dem üblichem Wege – also bei einem Frauenarzt – bekommen. Alternativ ist es jedoch auch möglich, das Rezept bei einer Online Klinik zu beantragen.

  • Dies spart Ihnen sowohl Zeit als auch die oftmals langen Wege und Wartezeiten beim Gynäkologen-Termin.

Um ein online Rezept zu beantragen, müssen Sie zunächst online einen Fragebogen ausfüllen. Dieser wird von qualifizierten und EU-zertifizierten Ärzten überprüft. Insofern sich die gewünschte Minipille bzw. Mikropille für Sie eignet, wird das online Rezept an eine Versandapotheke weitergeleitet.

Diese schickt Ihnen die Antibabypille dann mittels versichertem Expressversand zu, sodass Sie sie innerhalb von 24 nach Hause geliefert bekommen.

Bei Online Kliniken ist zwar mit einem kleinen Aufpreis zu rechnen, dafür erhalten Sie bei dem All-Inklusive-Service die Antibabypille schnell und sicher zugeschickt, ohne das Haus verlassen zu müssen.

Vorteile einer Online Klinik:

  • Keine Wartezeiten und Termine (Die Klinik hat immer geöffnet)
  • Kein Zeitverlust und keine weiten Wege: Einfach von zu Hause aus bestellen
  • Verschiedene Zahlungsmethoden (z. B. auch auf Rechnung)
  • Versicherter Expressversandt (innerhalb von 24 Stunden)
  • Originales, deutsches Medikament
Online Klinik besuchen
Quellen & Links:
Artikel vom 29. Mai 2019
Aktualisiert am 25. September 2019

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1 Kommentar

  1. Susanne

    Sehr gut erklärt. Kannte den Unterschied leider gar nicht, da ich seit Jahren die selbe Pille nehme und auch zufrieden bin. Aber man sollte das schon wissen. Man weiß ja nie was in Zukunft passiert, der Körper ändert sich ja im Laufe der Jahre….

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