Antibabypille gegen Haarausfall – Welche ist die beste? 

Frage:
Welche Antibabypille hilft am besten gegen Haarausfall?
Antwort:

Haarausfall wird medizinisch als Alopezie bezeichnet und in verschiedene Arten unterteilt. Je nachdem, um welche Form des Haarausfalls es sich handelt, kann eine andere Behandlung helfen. Sowohl Frauen als auch Männer sind in den meisten Fällen von der sogenannten androgenetischen Alopezie betroffen.

Bei Frauen zählt in diesem Fall die sogenannte antiandrogene Antibabypille zu den erfolgversprechendsten Behandlungsmethoden.

Antibabypille gegen Haarausfall Alopezie antiandrogene

Haarausfall bei Frauen – Ein Überblick

Androgenetischer Haarausfall – Androgenetische Alopezie (AGA) oder auch alopecia androgenetica

Immer mehr Haare fallen aus, ohne dass neue nachwachsen, lichte Stellen machen sich breit – es sind nicht nur Männer, die vom Haarausfall betroffen sind.

  • Etwa 50 % der Frauen bemerken, meist nach der Menopause, ebenfalls ein Ausdünnen ihres Haarkleides.

Doch es kann auch jüngere Frauen treffen.

  • Bei etwa 10 % der Frauen macht sich bereits im 20. bis 30. Lebensjahr eine Haarlichtung sichtbar.

Unsere Haare haben einen erheblichen Einfluss auf das Aussehen und somit auch auf unser Selbstbewusstsein. Dünnen die Haare allmählich aus und bilden sich lichte oder gar kahle Stellen, kann dies sehr negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben.

Die Behandlung von Haarausfall ist daher deutlich mehr als nur von kosmetischer Bedeutung. Frauen leiden besonders stark unter Haarausfall, da dies bei ihnen gesellschaftlich nicht so akzeptiert ist, wie es bei Männern der Fall ist.

Antibabypille gegen Haarausfall

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Wieso hilft die Antibabypille gegen Haarausfall bei Frauen?

Die antiandrogene Antibabypille blockiert die Haarwurzel-Rezeptoren und verhindert dadurch ein Andocken der Androgene, welche den Haarausfall verursachen.

Aus diesem Grund kann die antiandrogene Antibabypille gegen Haarausfall aber auch gegen Akne und Hirsutismus (unnatürlich starke Körperbehaarung) helfen.

Akne und Hirsutismus sind nämlich ebenfalls Symptome eines zu hohen Androgenspiegels bei Frauen.

Zu beachten ist aber, dass nicht jede Antibabypille gegen Haarausfall helfen kann, sondern nur Pillen mit einer antiandrogenen Wirkung.

Diese antiandrogenen Antibabypillen sind zur Behandlung von Haarausfall zugelassen, sie sollten jedoch nicht zur reinen Empfängnisverhütung angewandt werden.

Haarausfall bei Frauen – Die Ursachen

Die androgenetische Alopezie – Was sind die Ursachen von Haarausfall bei Frauen? 

Etwa 95 % aller Männer und Frauen, die an Haarausfall leiden, sind von einer anlagebedingten Alopezie, also dem androgenetischen Haarausfall, betroffen.

Bei Frauen wird die androgenetische Alopezie (AGA) durch ein Absinken der Östrogene (weibliche Sexualhormone) und einen Anstieg an Androgenen (männliche Sexualhormone) ausgelöst. Dies kann z. B:

  • nach der Menopause,
  • durch die Einnahme bzw. das Absetzen bestimmter Antibabypillen
  • oder aber nach einer Schwangerschaft passieren.

Wie auch bei Männern ist der androgenetische Haarausfall bei Frauen auf die Gene zurückzuführen. Durch die Veranlagung haben die Haarfollikel der Kopfhaare bei Betroffenen eine verkürzte Lebenszeit: das Haarfollikel wird Androgenen gegenüber empfindlich und hat dadurch immer kürzere Wachstumszyklen. Die Haare fallen also immer schneller aus und die nachwachsenden Haare sind immer dünner.

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Wissenswert: Androgene sind männliche Sexualhormone, welche jedoch entgegen ihrer Bezeichnung auch bei Frauen vorkommen – allerdings in deutlich geringeren Mengen.

Häufig bemerken Frauen das Ausdünnen der Haare in den Wechseljahren bzw. in der Menopause. Zu dieser Zeit kommt es aufgrund der Hormonumstellung zu einem Absinken der Östrogene und einem relativen oder absoluten Anstieg der Androgene.

Auch bestimmte Medikamente und Verhütungsmethoden können zu solch einem Ungleichgewicht der Hormone führen und dadurch einen Haarausfall verursachen. So kann z. B. beim Absetzen der Pille der Östrogen-Spiegel schlagartig absinken und zu einem vorübergehenden Haarausfall führen.

Der Androgenspiegel kann auch krankhaft so erhöht sein, dass es zu einer sogenannten Vermännlichung bei Frauen kommt. Dies wird auch als Virilisierung oder Androgenisierung bezeichnet und führt zu diversen Symptomen, zu welchen unter anderem der genetisch bedingte Haarausfall zählt.

Weitere Ursachen von Haarausfall bei Frauen

Darüber hinaus können jedoch auch bestimmte Behandlungen von Erkrankungen wie Aromatasehemmer (bei hormonabhängigen Tumoren wie Brustkrebs) zu Hormonveränderungen und somit zum Haarausfall bei Frauen führen. Die androgenetische Alopezie kann ferner ein Symptom von PCOS, dem polyzystischem Ovar-Syndrom, sein.

Außerdem kann es auch nach der Geburt zu Hormonschwankungen kommen, welche zu einer Alopezie führen können. Hierbei gehen viele Haare gleichzeitig von ihrer Wachstumsphase (Anagen) zu ihrer Ruhephase (Telogen) über und fallen dadurch plötzlich aus.

Dies bedarf jedoch keiner Behandlung nur etwas Geduld. Nachdem die Haare ausgefallen sind, wachsen neue nach, welche wieder ein gesundes Wachstum aufweisen.

Es gibt auch weitere Arten der Alopezie bei Frauen; hierzu zählen vor allem Alopecia areata und der diffuse Haarausfall. In diesen Fällen kommen andere Ursachen und Behandlungsmethoden in Frage.

Haarausfall & Androgene – Testosteron & Dihydrotestosteron

Wie bereits erwähnt, sind die männlichen Sexualhormone beim Haarausfall ausschlaggebend. Das bekannteste Androgen ist Testosteron. Testosteron ist allerdings oft nur ein Vorläufer vom eigentlich wirksamen Hormon Dihydrotestosteron (DHT).

In vielen Organen muss das Testosteron also erst in Dihydrotestosteron metabolisiert werden, um sich an die entsprechenden Rezeptoren zu binden und seine Wirkung zu entfalten.

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Die Pille zur Behandlung von Haarausfall bei Frauen

Bei Frauen mit entsprechender genetischer Veranlagung weisen die Haarfollikel eine Überempfindlichkeit gegenüber DHT auf.

Ferner kann auch ein zu hoher Testosteron- bzw. Dihydrotestosteron-Spiegel ursächlich sein.

In beiden Fällen wird die Wachstumsphase der Haare gestört und es kommt zum befürchteten Haarausfall.

Aus diesem Grund zielt die Behandlung von Haarausfall bei Frauen auf eine Hemmung von DHT an die Rezeptoren ab.

Eben hier kommt die sogenannte antiandrogene Antibabypille gegen Haarausfall in Frage. Diese kann nämlich einerseits den Testosteronspiegel im Blut senken und andererseits eine Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron verhindern.

Was ist die beste Antibabypille gegen Haarausfall?

Welche Pille kann gegen Haarausfall helfen?

Antibabypillen, die bei Haarausfall helfen, enthalten Gestagene (Gelbkörperhormone) mit einer antiandrogenen Wirkung.

Antiandrogene Gestagene sind:

  • Cyproteron
  • Chlormadinon
  • Dienogest
  • Drospirenon

Diese Gestagene konkurrieren mit den Androgenen um die selben Rezeptoren und unterbindet dadurch ihre Wirkung. Sie verhindern die Bindung von Dihydrotestosteron und Testosteron an die Androgenrezeptoren, sodass die Androgene ihre Wirkung nicht entfalten können.

Einfach erklärt binden die Gestagene also an die Androgen-Rezeptoren und besetzen somit ihren Platz, sodass sich die männlichen Sexualhormone nicht andocken und ihre Wirkung nicht entfalten können.

Die Antiandrogene Antibabypille gegen Haarausfall sollte nicht zur reinen Schwangerschaftsverhütung eingesetzt werden. Nichtsdestotrotz bieten diese Pillen einen genau so zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft, wie die herkömmlichen Verhütungspillen.

diane 35 bestellenAußerdem sollten über 35-jährige Raucherinnen auf gestagenhaltige Antibabypillen verzichten, da hierbei das Thromboserisiko erhöht wird.

Antiandrogene Antibabypille gegen Haarausfall bei Frauen:

Finasterid gegen Alopezie bei Frauen

Bei Männern hat sich vor allem der Arzneistoff Finasterid als wirksam gegen den Haarausfall erwiesen.

Neue Studien weisen daraufhin, dass das Mittel auch bei Frauen gegen Haarausfall hilft. Derzeitig laufen weitere Studien, um die Wirkung von Finasterid gegen Haarausfall bei Frauen zu untermauern.

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Wirkung von Finasterid:

Finasterid hemmt ebenfalls die Metabolisierung von Testosteron in DHT. Bei einer fünfjährigen Studie an 1553 Männern konnte belegt werden, dass die tägliche Einnahme von 1 mg Finasterid (Propecia®) den DHT-Spiegel um 70 % senken konnte.

Hierbei war bereits nach 6 bis 12 Monaten eine deutliche Verbesserung der Haardichte zu bemerken.

66 % der Probanden, die Finasterid erhielten, hatten nach 2 Jahren wieder dichtes Haar. Bei den Placebo-Patienten waren es lediglich 7 Prozent.

Wo erhalte ich die antiandrogene Antibabypille gegen Haarausfall?

Antibabypillen gehören zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, weshalb Sie für ihren Erwerb ein gültiges Rezept benötigen. Dieses können Sie z. B. auf dem üblichen Weg von Ihrem Gynäkologen erhalten.

Wenn Sie ein Rezept haben, können Sie die Pille in jeder örtlichen Apotheke erhalten. Es ist darüber hinaus auch möglich, die Antibabypille bei einer Online-Versandapotheke zu bestellen.

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Haben Sie nicht ausreichend viel Zeit, um zuerst zum Frauenarzt und dann in die Apotheke zu gehen, können Sie auch ein Online-Rezept beantragen, die Pille anschließend zeitsparend online bestellen und innerhalb von einem Tag zugeschickt zu bekommen.

Hierzu müssen Sie nur einen Fragebogen in einer Online-Klinik ausfüllen, welcher anschließend von lizenzierten EU-Ärzten ausgewertet wird. Ist die gewählte Pille für Sie geeignet, erhalten Sie das Rezept.

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Quellen & Links:
Artikel vom 23. September 2019

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2 Kommentare

  1. Justice

    Mir ist auch aufgefallen, dass nach absetzen der Pille meine Haare immer dünner geworden sind… War mir aber nicht sicher ob es damit zu tun hat, dachte eher es wäre Zufall dass es zum Zeitpunkt des Absetzens anfing.
    Naja, erstmal ist der Kinderwunsch jetzt aber wichtiger 🤷🏻‍♀️😊

  2. Christa

    Seitdem ich die Pille nehmen, habe ich das Gefühl, dass meine Haare endlich mal wieder wachsen und nicht immer auf einer Länge „stehen bleiben“. Zudem sind sie auch noch viel fülliger.
    Sehr guter Nebeneffekt der Pille 🙂

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